Rennbericht Enduro de Vagney (F)

//Rennbericht Enduro de Vagney (F)

Rennbericht Enduro de Vagney (F)

Rennbericht Enduro de Vagney (F)
Zweimal 2. Platz und Scratch L3/E3 nach Überschlag und anschliessenden technischen Problemen!

Vagney, ein kleines Dorf in den französischen Vogèsen, ist bekannt für seine «knackigen» Enduros, die jeweils in einer atemberaubenden Kulisse stattfinden. Die SM-Piloten wurden auch in diesem Jahr zum Stelldichein aufgeboten. Auch diese Ausgabe hatte es in sich, viele Piloten gaben auf- oder starteten am Sonntag gar nicht mehr.

Überführungsetappe, die gleich von Anbeginn an die Substanz ging
Rolf Enz startete mit seiner KTM EXC-F 500 in der ersten Reihe und fuhr kurz nach Waldeintritt bereits auf die ersten französischen Ligue-Fahrer auf. «Das glaubst du nicht, was da nach nicht einmal 10Minuten alles los war», berichtet Enz, der sich kurzerhand an allen hängengebliebenen Fahrern vorbeipresste. «Da darfst du keine Zeit verlieren, ansonsten riskierst du, Strafzeiten zu kassieren, notabene ohne Eigenverschulden. Die teils eng bemessenen CH-Zeiten zwangen uns regelrecht so zu fahren, wir waren ja noch vom letzten Rennen in Latrecey (F) gewarnt».

SP1 startete mit einem Desaster – Überschlag auf offenem Feld!
Nach knapp einer halben Stunde Überführung trafen die Piloten an der ersten Sonderprüfung ein. «Ich war bestens motiviert und körperlich bereit. Ich war die SP am Vortag zweimal abgelaufen und kannte die Ecken und Kanten der «en ligne» artigen Sonderprüfung. Ich startete gut auf dem am Hang angelegten Kurs, der sehr meiner 500er entgegen kam. Als ich auf einer Traverse den oberen Bereich wählte und über eine Art Kuppe im vierten Gang schoss, schlug ich mit dem Vorderrad auf einen Felsen- oder Baumstrunk auf, der mich blitzartig im Salto-Modus abtsteigen liess!». Enz überschlug sich mehrfach und wurde zuletzt noch vom eigenen Motorrad getroffen.
«Ich hatte das Hindernis während der Besichtigung nicht gesehen, dabei hatte ich genau dort sehr gut aufgepasst, weil es eine schnelle Linienwahl war. Ich vermute, dass der Fels- oder Baumstrunk durch die vor mir gestarteten Piloten allmählich ausgegraben wurde». Enz rappelte sich auf und trug ausser ein paar Schrammen erstaunlicherweise nichts davon. «Barbara, die noch kurz vorher filmte und nach oben schaute sagte mir, dass sie nur noch ein Hinterrad in der Luft sah, dass nach oben wirbelte und davon flog. Ein Horror-Sturz, da hatte ich eine Menge Schutzengel». Enz verlor dann viel Zeit um sich unter dem Motorrad aufzurappeln und seine Hebeleien zu richten. «Ich habe einen Moment ans Aufhören gedacht. Das Motorrad ist von oben herab voll auf den Lenker aufgeschlagen, hat sich nach hinten verbogen und hing links runter. Für einen «Twin-Wall» Lenker eigentlich fast undenkbar, vor Allem weil der Boden eigentlich sehr weich war. Das war dann wohl auch mein Glück im Unglück». Enz fuhr dann seinem Naturell entsprechend weiter (Aufgeben gibt es nicht) mit entsprechender Wut im Bauch.

SP2 vom Veranstalter mit viel Liebe und Hingabe zu unserem Sport erstellt – Enz mit technischen Problemen!
Was die Piloten antrafen suchte seinesgleichen. Sprünge über Bäche wechselten Hindernisse, die in mühsamer Arbeit aus Holz hergestellt wurden ab – dann LKW Pneus, die aufgeschichtet wurden und und und. «An dieser Stelle möchte ich mich beim Veranstalter herzlich bedanken! So viel Hingabe zu unserem Sport, unglaublich!» Die «Hard-Sektionen» wurden dann jeweils mit so genannten «Chicken-Ways» ergänzt, so dass jeder Fahrer seinem Können entsprechend wählen konnte.
Enz, der in SP1 einen kapitalen Überschlag einfuhr, hatte indessen technische Probleme. «Beim Sturz war der Stopschalter zu Schaden gekommen (wie 2014 beim SM-Finale in Bure), ich hatte immer wieder Zündaussetzer. Bei den schwierigen Sprüngen muss ich sagen, dass ich für meine Verhältnisse knapp am Machbaren fuhr. Das Risiko, dass der Motor beim Absprung ausging war präsent, so entschied ich mich einen Doppelsprung über zwei LKW-Pneu Reihen auszulassen. Dort verlor ich durch das Ausfahren bestimmt 2-3 Sekunden aber dafür war ich Safe».

Zweiter Platz am Samstag und Sonntag !!!
Am Samstag beendete dann Enz das Rennen hinter dem alten- und neuen Schweizer Meister Adny Brunner als Zweiter! «Ich ahnte, dass die anderen Piloten auch Schwierigkeiten haben sollten und habe so an mich geglaubt und das Rennen nicht aufgegeben, auch wenns überall zwickte vom Sturz her. Adny Brunner, meinem langen Weggefährten gratuliere ich zum erneut gewonnen Titel, good job Buddie!»

Das Rennen am Sonntag sollte dann eine harte Prüfung für alle werden. Die Länge musste aufgrund der stark in Mitleidenschaft gezogenen Verbindungs-Etappen für alle Kategorien, ausser Enz’s, verkürzt werden. «Ja es war «taff» am Sonntag! Ich habe es gar nicht realisiert, aber in unserer Kategorie kamen nur sechs (!) Piloten ins Ziel, ist ja Wahnsinn (!) Dabei ist mir an der SP1 noch mein Trinksystem kaputt gegangen, der Flüssigkeitssack hatte ein Loch abgekriegt und ich hatte nichts mehr zu trinken! Adny Brunner half mir an SP2 aus, vielen Dank nochmals dafür! Ein harter Tag, umso mehr freue ich mich für meinen «jung-gebliebenen» Mitstreiter Ruedi Hämmerli, der es schaffte an beiden Tagen zu glänzen und punkten konnte – BRAVO Ruedi!»

Enz beendete das Rennen wiederum als Zweiter, was ihn im Jahresklassement auf den zweiten Zwischenrang hievte. «Eigentlich bin ich sehr zufrieden mit dem Resultat, auch wenn ich weiss, dass aufgrund der Streichresultate es schwierig wird, diesen Platz zu verteidigen. Punktebereinigt bin ich mit Celso Gorrara gleichauf, so dass es am kommenden Weekend zum «Showdown» um den Vizetitel kommen wird. Auf dem Papier ist Celso sicher höher einzustufen als ich, nur liegt mir das Rennen in Saône besonders gut. Ich werde alles geben, am Ende des Tages wird abgerechnet», meint Enz, der sich seither mit technischen Problemen herumschlägt, die zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gelöst sind. «Wird sind dabei, das ganze Motorrad immer wieder auseinander zu nehmen und immer wieder zu testen. Wir stehen vor einem Rätsel, haben  es mit einem eigenartigem Phänomen zu tun, das nicht immer auftritt. Irgendein Sensor spielt verrückt und wir finden nicht heraus was es ist. Zum «Haarraufen»

Vielen Dank an alle Gratulanten, sowie an Barbara, die sich wieder perfekt um das Ravitaillement und die SP-Betreuung gekümmert hat 🙂
Resultate SM-Enduro Vagney (F) – Samstag & Sonntag
1. Adny Brunner
 Rolf Enz
3. Didier Rapin

Nächster SM-Lauf: 26. August 2018 – Saône (F)

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«SWISS CHAMPION 2013» ENDURO VET
«RED BULL ROMANIACS 2017» WINNER BRONZE MEDAL – no time bar

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By |2018-08-20T13:26:02+00:00August 20th, 2018|Uncategorized|Comments Off on Rennbericht Enduro de Vagney (F)

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