Rennbericht «Enduro de Chaumont» (F) 25. Juni 2017

Rennbericht «Enduro de Chaumont» (F) 25. Juni 2017
3. Platz «back in business», Rolf Enz meldet sich zurück auf dem Podest!Der Motoclub Chaumont lud in einer malerisch schönen Natur-Kulisse zum 5. Lauf der Schweizer Enduro Meisterschaft. Das Wetter spielte mit, die Sonderprüfungen waren perfekt vorbereitet, die Organisation wie gewohnt professionell.Rolf Enz stand einmal mehr am Start, diesmal mit einem «neuen Gefühl» im Bauch. «Wir haben vor einer Woche wohl den Übeltäter meiner ominösen Motorprobleme gefunden. Da ich keine grosse Zeit hatte zu testen, bin ich gespannt wie es laufen wird», meint Enz zuversichtlich. In der Tat hatte Wochen zuvor Toni Gaberthuel, der Mechaniker seines Vertrauens und langjähriger Sponsor, eine fehlerhaft eingestellte Auslasssteuerungswalze entdeckt. «Ich gehe davon aus, dass dieser Fehler wohl beim Zusammenbau des Motorrades im Werk passiert ist, anders ist es nicht zu erklären». Ärgerlich, denn Enz fuhr bereits die ganze Saison mit ca. 20% Leistungseinbusse in den oberen Drehzahlen (!).

«Ich habe tatsächlich an mir selber gezweifelt. Weil mir mein Umfeld gesagt hat, dass es an der Vergaserei liege, die ich ständig verfeinerte». Enz hatte tatsächlich ziemlich schnell vom original verbauten Mikuni Vergaser abgesehen und das Vorgänger- Modell, eines von Kehin, verbaut. «Das hat viel Arbeit und Mühe gekostet, mittlerweile ist mein Vergaser aber wie eine Stradivari-Geige abgestimmt», lacht Enz. «Richtig ärgert mich, dass ich bereits 2014 einen „Montags-Töff“ erwischt hatte. Dazumal war ein Sensor an der Drosselklappe defekt, der nicht auszumachen war, erst als wir die komplette Drosselklappe ausgetauscht hatten, hatte ich die volle Leistung. Auch da haben mir alle gesagt, dass das Motorrad keine Leistung habe, weil es eine 350er sei und von der 300er Zweitakt kommend dies halt so sei».

Enttäuschend ist heute natürlich die Tatsache, dass Enz enorm viele Punkte in der Meisterschaft verloren hat und den Anschluss an die Spitze fast verloren hat. «Was soll ich machen? Ich kann ja schlecht einen Garantiefall beim Hersteller verlangen, da ist zuviel Zeit vergangen, ich muss in Zukunft einfach auf mein Gefühl hören und sofort die Kavallerie in Gang setzen!». Alleine das Doppelrennen in Faulx (F) anfangs Saison, wo 11 Sonderprüfungen angelegt waren, die meist an steilen Hängen angelegt waren, verlor Enz viel Zeit, weil er einen klaren PS-Nachteil hatte. «Ich versuchte meinen Nachteil jeweils auf der Bremse gutzumachen, aber irgendwann wird es einfach zu gefährlich. Egal, es war ja eigentlich nicht meine Absicht in der Meisterschaft einzugreifen, ich fahre sie ja nur um Grundlagen-Training für die Romaniacs anzuhäufen, so gesehen passt es wie es ist».

Das Rennen beendete Enz auf dem Podest, genau wie vor zwei Jahren als er in Chaumont ebenfalls Dritter wurde. «Ein guter Boden für mich», freut sich Enz. «Das Rennen war wirklich top! In der SP1 erschrak ich zunächst, weil mein Motorrad so viel «Bums» hatte und verbremste mich prompt zweimal. Die Bäume flogen regelrecht um mich herum. Es war ein wunderbares Gefühl.

SP2 dann war auf einem grossen Feld angelegt und super-schnell gesteckt. Meine 300er flog wie eine Rakete um den Kurs herum. Ich hatte ein wenig Mühe die «neu» gefundene Power richtig einzusetzen. Weil mein Bremspunkt im Gehirn immer weiter vorne war, kam ich meist zu schnell in die Kurve, so dass ich jeweils nicht mehr richtig einlenken konnte um die Kurven «sauber» zu fahren. Da kam es halt auch dazu, dass ich mehrfach zu «weit» raus fuhr und Meter verschenkte». Insgesamt fuhr Enz aber zwei solide Läufe und beendete das Rennen nur 3 Sekunden hinter dem Zweiten, mehrfach Schweizermeister und WM-Teilnehmer, Celsio Gorrara. «Die Freude ist natürlich gross, aber ich hatte auch enormen Spass mit Adny Brunner, dem späteren Sieger und Meisterschaftsführenden, das ganze Rennen in den Überführungen durch den im Wald im Sonderprüfungen-Modus durchfahren, das waren 3 Stunden Extra-Klasse! Nur ein paar L2 Fahrer, die auf dem Weg waren, die üblich eher langsamen L3 Fahrer, starteten diesmal hinter uns».

Insgesamt ein erfolgreiches Rennen liegt hinter Enz, der in zwei Wochen zum nächsten Lauf in Garbania (I) am Start stehen wird. «Alles läuft zur Zeit nach Plan. Ein paar Probleme mit meinem Rücken, die wir mehr oder weniger im Griff haben, ansonsten freue ich mich auf den weiteren Verlauf. Vielen herzlichen Dank an alle Gratulanten, sowie an Babsli, welche die Zeitkontroll-Betreuung perfekt im Griff hatte!»

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Nächstes Rennen: 9. Juli Garbagna (I)
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