Rennbericht «Enduro Granges sur Volognes (F)» 09. April 2017

Rennbericht «Enduro Granges sur Volognes (F)» 09. April 2017
6. Rang nach einem komplizierten Rennen

Ein weiteres wunderschönes Weekend erwartete die Piloten der Schweizer Enduro Meisterschaft im schon fast «nahe» gelegenen «Granges sur Volognes», welches zwischen Belfort und Nancy im schönen Alsace liegt. Zwei Sonderprüfungen auf einem Parcours von rund 80 km waren angelegt worden, die alles hergaben was ein Enduristen-Herz begehrt.

Nach dem Vergaser-Einstellungs-Malheur vom Saisonauftakt in Faulx, ging Rolf Enz voller Zuversicht an den Start. «Ich habe nochmals viel Zeit in die Abstimmung investiert und eine Lösung gefunden» berichtet Enz. «Aber irgendwie ist dieses Jahr der Wurm drin. Meine Rennanmeldung wurde seltsamerweise verloren und so musste ich in einer hinteren Linie starten. Das zwang mich auf der Liaison im Wald meine Vordermänner zu überholen, so dass mir diese eben «langsameren» Fahrer in den Sonderprüfungen nicht im Weg standen. Die Schweizer Piloten liessen sich auch kollegial und problemlos überholen», erzählt Enz.

Ein «ungeschriebenes Gesetz» unter den Fahrern besagt, dass wenn ein schneller Fahrer daher kommt, ihm jeweils Platz gemacht wird. Leider wissen die französischen Fahrer nichts von dieser Regel- oder wollen es meist nicht wissen (.) Es kam wie es kommen musste; als Enz ansetzte einen dieser Piloten zu überholen, kam es zum Sturz, der sein Rennen ruinieren sollte (!)
«Ich wurde völlig überrascht, kaum hatte ich aus der Spur ausgeschert flog ich ab! Ich muss ein Felsenstück- oder eine Wurzel getroffen haben, das ich nicht sah, weil der Fahrer vor mir sich richtig breitmachte». Enz stürzte rechts das Bord ab und fiel in einen Haufen abgesägter, dicker Äste, schlug mit der rechten Schulter auf und quetschte sich den linken kleinen Finger. «Ich lag unter meinem Motorrad eingeklemmt, das dann auch noch Vollgas blieb, weil sich der Vergaser entleerte. Wer schon mal dieses Gefühl hatte, der weiss wovon ich spreche, nichts Angenehmes». Glücklicherweise konnte sich Enz selber aus der Situation befreien. «Nachdem ich das Tobel endlich wieder rauf kam, schaute ich nochmals runter. Wäre ich einen Meter weiter gestürzt, wäre ich gegen einen grossen gefällten Baumstamm aufgeprallt. Ich hatte also Glück im Unglück und meine Leatt© Schutzkleidung hat mich beim Sturz vor dem Schlimmsten bewahrt».

Das ganze Malheur ereignete sich bereits ca.15 Minuten nach Rennbeginn. Enz dachte zuerst ans Aufgeben, die Schmerzen waren stark. «Ich konnte den rechten Arm/Schulter nicht mehr heben, so war es schwierig den Lenker zu halten. Der linke kleine Finger war kein Problem, der brennende Schmerz lenkte von der Schulter ab», meint Enz scherzend. «Ich habe in Argentinien bereits Schlimmes erlebt und weiss wo meine Grenzen sind. So weit war ich noch lange nicht, also ging es weiter». Leider konnte dann Enz aber in den Sonderprüfungen keine schnelle Zeiten mehr fahren. «In dieser Saison geht es mir ja bei der SM auch nicht ums siegen- oder schnell fahren, so gesehen ist das Resultat zweitrangig. Es wurmt mich aber schon, dass ich immer und immer wieder «geprüft» werde. So gesehen ist aber ein 6. Platz nach wie vor ein gutes Resultat».

Die Umstellung auf das Zweitakt-Motorrad bereitet Enz nach wie vor Probleme. «An sich ist für mich der 300er Zweitakter viel handelbarer und viel spassiger zu fahren als der 450er Viertakter, vor allem in Wald- oder auf Extrempassagen. Für Sonderprüfungen, die meist sehr schnell angelegt sind, fehlt mir aber einfach der ruhige und flüssige Charakter des Viertakters, der mir das bessere Fahrgefühl und Sicherheit wiedergibt».
Die Motorenbremse, wie auch die ganze Schwungmasse gaben auf dem Viertakter Enz gerade auf Wiesenartig angelegten Kurse viel die höhere Bodenhaftung. «Um mir keine weiteren unnötigen Fragen stellen zu müssen, habe ich mich unterdessen von meiner 450er getrennt, ich will mich einfach auf die 300er für die Romaniacs gewöhnen, so ist es richtig für mich. Was nachher kommt, das steht noch in den Sternen geschrieben».

Insgesamt war das Weekend jedoch eines wie aus dem Bilderbuch. «Hätte es geregnet wäre der Kurs um einiges anspruchsvoller gewesen, so war es ein gut und schön fahrbares Enduro, was meinen angeschlagenen Gliedermassen zu gute kam», meint Enz sichtlich erleichtert. «Barbara hat mich wiederum top unterstützt an den CH’s, die teils schwierig waren zum finden, dafür bin ich ihr sehr dankbar».

Ich möchte mich an dieser Stelle aber auch bei Günther von Leatt© Europa und Felix von Hostettler Deutschland herzlich bedanken für die «Expresslieferung» der brandneuen Ware ab Barcelona, die ich bereits getragen habe. Der neue GPX 6.5 Carb V16 Helm ist eine Wucht! Er ist so leicht (ca. 1Kg) , dass er kaum zu spüren ist auf dem Kopf- und dennoch erfüllt er mit der integrierten «360° Turbine Technology» die höchsten Sicherheitsstandards. Der Tragkomfort ist einmalig! Von der restlichen Ausrüstung ganz abgesehen, die mich vollends überzeugt. Ich freue mich riesig für diesen herausragenden Brand vorerst der einzige Werbeträger in der Schweiz sein zu dürfen, dankeschön!

Ein grosses Dankeschön gilt auch meinem langjährigen Sponsor Walter Seeholzer von PHITEN©, der mich spontan kontaktiert hat und mich wiederum grosszügig mit seinen einmaligen Produkten versorgt hat. Danke Wale!

Jetzt geht es ans Wunden lecken und retablieren für die nächsten Wettkämpfe. «Ich bedanke mich bei allen, die mich unterstützen! Vor allem auch bei den vielen passionierten LeserInnen meiner Berichte (Mail, Facebook, Homepage, usw.). Danke für die vielen Zuschriften; es macht richtig Freude all das mit Euch zu teilen»!

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Nächstes Rennen: 14. Mai 2017 Championnat Suisse Epernay (F)
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